Malerbetrieb Winkler

Wie wirken eigentlich Farben?

Wie wirken eigentlich Farben?

Ja, wie wirken Farben eigentlich? Zu dieser Frage findet man unzählige Artikel, Bücher und Literatur. Farbdesigner und Farbpsychologen erforschen seit vielen Jahre die Frage, wie Farben uns beeinflussen. Schon Goethe befaßte sich intensiv in seiner Farbenlehre mit diesem Thema. Fast jeder Farbe wird eine entsprechende „Gefühlssituation“ zugeschrieben. Farben lösen bei Menschen Assoziationen aus, sie erzeugen unbewußt Stimmungen und können das Temperament beeinflussen!

Orange beispielsweise macht gesellig, lila fördert unsere Kreativität, grün schenkt Gelassenheit. Grau und blau werden nachgesagt, zu beruhigen und z.B. den entspannten Schlaf zu fördern. Rot wirkt hingegen anregend und attraktiv. Das zumindest wurde bei einer Umfrage bestätigt, bei der Probanden Personen auswählen sollten, mit denen sie gerne ein Date hätten. Ein roter Pullover reichte bereits aus. Trug die Person irgend etwas Rotes, wollten doppelt so viele Probanden mit ihr ausgehen. Personen die weniger auffällige Kleidung trugen, wie z.B. blau waren hingegen nicht so gefragt.

Auch die bekannten „colour your mood“ Ringe, die sich in den späten 90ern größter Beliebtheit erfreuten, nahmen sich dem Farbthema an und versprachen, die jeweilige Gemütslage des Trägers per Farbe anzuzeigen. Ein gelber Ring bedeutete ein sonniges Gemüt und gute Laune, pink gestand dem Ringträger besonders viel Energie zu.

Farben spielen heutzutage in unserem Alltag eine extrem große Rolle. Firmen lassen ihre Räumlichkeiten nach speziellen Farbkonzepten gestalten, in der Mitarbeiter gerne arbeiten und besonders leistungsfähig sind. In Arztpraxen versucht man die Räumlichkeiten möglichst unaufgeregt zu gestalten, sie sollen eher beruhigend auf die Patienten wirken. Supermärkte und Modeketten benutzen in ihren Läden speziell auf sie abgestimmte Farbkonzepte, um den Absatz zu erhöhen, um ganz einfach mehr zu verkaufen.

Farben in der Theorie

Farben können unseren Alltag beeinflussen und dazu beitragen, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. In der Farbpsychologie ist sogar bewiesen, daß Farben ihre Wirkung verlieren, wenn sie einen ständig umgeben. Wer ständig vor einer grasgrünen Wand sitzt, wird deren belebend, frische Wirkung irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen. So auch geschehen bei einer Farbtherapie, die man besonders aggressiven Sträflingen im Gefängnis zukommen ließ. Das kurzzeitige Unterbringen dieser Menschen in Zellen mit baby-rosa gestrichenen Wänden beruhigte Selbige und senkte schon nach wenigen Minuten sogar den Blutdruck der Probanden. Blieben sie jedoch konstant im baby-rosa Zimmer, verlor sich die Wirkung.

Zudem sind Farben gewissen Modetrends unterworfen. Weiß in allen Schattierungen ist gerade extrem en vogue, nicht nur was Kleidung betrifft, auch die Autoindustrie verkauft seit vielen Jahren auffällig viele weiße Autos. „Kackbraun“ war in den 80er Jahren die totale „Oma-Farbe“ und ging so gar nicht. Einige Automarken verkaufen heute erfolgreich „choccolate“ als den letzten Schrei. Dieses Mode-Empfinden spiegelt sich häufig auch in den eigenen vier Wänden wieder. Schwarz, so meint man vielleicht, sieht nur bei Kleidung toll aus. Der Trend zu schwarzen Wänden und Decken im trauten Eigenheim ist allerdings unverkennbar.

Sie merken schon, das Thema „Farbe“ ist nicht einfach schwarz oder weiß. Hier gibt es nicht unbedingt ein „richtig“ oder „falsch“. Schön oder nützlich ist hier auch das, was gefällt und einem selbst gut tut.

Farben in der Praxis

Maler und Stuckateure haben in ihrem Tagesgeschäft ständig mit Farben zu tun. Und hier reicht es vielfach nicht einen schönen Farbton auszuwählen, der eventuell auch dem Kunden zuträglich sein könnte. Nein, der Ton muß entsprechend zur Art des Gebäudes oder der Fassade passen und auch zum Umfeld, in dem sich das Gebäude befindet. Geht es um den Innenbereich, sollte er die Wohnsituation widerspiegeln, mit den Möbeln harmonieren und natürlich dem Kunden gefallen. Denn der muß ja hinterher darin leben.

                                                   
                                                   – farbenfrohe Gestaltung für sonnige Gemüter -            – behutsame Gestaltung für sachte Gemüter -

Farben visualisieren

Wer Farben in der späteren Umgebung, schon vorher visualisieren kann und zeigt wie sie wirken, hat alle Möglichkeiten, den Kunden von einem stimmigen Farbkonzept zu überzeugen. Auch wenn es für den Kunden unerheblich ist, ob das helle baby-blau im Schlafzimmer beruhigend wirkt oder man im Wohnzimmer eher auf ein kräftiges Gelb setzen sollte, weil das die Sonne ins Herz läßt – ein Farbentwurf zeigt immer schon vorher, wie es dann später wirklich aussieht. Und das kommt an. Der Kunde will heute nicht mehr die „Katze im Sack“ kaufen und sich darauf verlassen, daß das zarte Flieder in der Diele auch wirklich paßt und nicht plötzlich doch wie ein 70er Jahre Batik-Outfit bei einer Friedensdemo wirkt. Ein Kleidungsstück probiert man ja vorher auch an und kauft es erst dann, wenn es wirklich sitzt.

Mit malerischen Grüßen

Firma Winkler aus Kottenheim

Quelle: http://www.malerblog.net/wie-farben-wirken-und-wie-man-sie-richtig-verkauft/

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